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Verwaltungsrecht

Chancenkarte: Mit Punkten zur Jobsuche nach Deutschland – wer wirklich Chancen hat und wer nicht

Die Chancenkarte verspricht viel: ein Jahr nach Deutschland zur Jobsuche, ohne festes Arbeitsplatzangebot, gesteuert über ein Punktesystem – und sie hält es für die Richtigen, während wer auf Agentur-Versprechen aus dem Internet vertraut, Ablehnungen kassiert und Zeit und Geld verbrennt. Diese Seite erklärt das System ohne Schönfärberei – und unser Punkte-Check sagt Ihnen vor dem Antrag, ob und wie Ihr Profil trägt.

Lorin Nimonaj
Rechtsanwältin

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Erst die Grundvoraussetzungen – dann die Punkte

Ohne Fundament keine Punkte: Verlangt werden

(1) eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder ein Hochschulabschluss, jeweils im Ausbildungsstaat staatlich anerkannt,

(2) Sprachkenntnisse: Deutsch auf A1 ODER Englisch auf B2, belegt durch anerkannte, aktuelle Zertifikate,

(3) der gesicherte Lebensunterhalt.

Wer als Fachkraft gilt – mit deutschem oder in Deutschland voll anerkanntem Abschluss –, braucht das Punktesystem gar nicht: Die Chancenkarte gibt es dann ohne Punkte.

Für alle anderen zählt die Punktetabelle mit einer Mindestpunktzahl von sechs Punkten: Teilanerkennung, Sprachniveaus (Deutsch wiegt schwer), Berufserfahrung, Alter, Deutschland-Bezug durch frühere Aufenthalte, gemeinsamer Antrag mit dem Ehepartner.

Unser Punkte-Check rechnet ehrlich – inklusive der Nachweise, die Behörden wirklich akzeptieren. 

Das wichtigste zusammengefasst

Zielgruppe: Fachkräfte aus dem Ausland, die sich über die Chancenkarte zur Jobsuche in Deutschland aufhalten wollen

Grundprinzip: Ermöglicht ein Jahr Jobsuche ohne festes Arbeitsplatzangebot, gesteuert über ein Punktesystem – funktioniert aber nur bei ehrlicher Punkteberechnung, nicht bei Agentur-Versprechen

Grundvoraussetzungen: Mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung oder Hochschulabschluss, Sprachkenntnisse (Deutsch A1 oder Englisch B2), gesicherter Lebensunterhalt – wer als Fachkraft mit voll anerkanntem Abschluss gilt, braucht das Punktesystem gar nicht

Punktesystem: Für alle anderen gilt eine Mindestpunktzahl von sechs Punkten, berechnet aus Teilanerkennung, Sprachniveau, Berufserfahrung, Alter, Deutschland-Bezug und gemeinsamem Antrag mit Ehepartner

Häufigster Engpass: Nicht das Punktesystem, sondern der Finanzierungsnachweis (meist Sperrkonto oder Verpflichtungserklärung) – frühzeitige Planung ist wegen Botschaftsterminen mit Vorlauf wichtig

Erlaubnisse im Suchjahr: Nebenbeschäftigung bis 20 Stunden pro Woche und Probearbeiten bis zu zwei Wochen je Arbeitgeber – Ziel ist der Anschlusstitel (Fachkraft-Erlaubnis oder Blaue Karte), sonst droht die Ausreise nach zwölf Monaten

Häufige Ablehnungsgründe: Nicht anerkannte Ausbildungen, veraltete oder nicht anerkannte Sprachnachweise, formal fehlerhafte Sperrkonto-Nachweise, Zweifel am ernsthaften Suchzweck – wichtig: Es gibt keine "garantierten" Chancenkarten von Agenturen

Für Arbeitgeber interessant: Chancenkarten-Inhaber sind bereits im Land, geprüft qualifiziert und über Probearbeit risikoarm kennenzulernen

Was die Chancenkarte erlaubt – und was nicht

Im Suchjahr dürfen Sie: Nebenbeschäftigung bis 20 Stunden pro Woche und Probearbeiten bis zu zwei Wochen je Arbeitgeber – genug, um sich zu zeigen und Kontakte in Verträge zu verwandeln.

Sie dürfen nicht: unbegrenzt arbeiten oder den Aufenthalt als Dauerlösung verstehen – die Karte ist Sprungbrett, kein Ziel.

Der eigentliche Erfolgsmaßstab ist der ANSCHLUSSTITEL: Aus dem Jobangebot wird direkt aus dem Inland die Fachkraft-Erlaubnis oder Blaue Karte – und wer deren Voraussetzungen noch nicht erfüllt, kann mit verbindlichem Angebot für eine qualifizierte Beschäftigung und Zustimmung der Arbeitsagentur die Folge-Chancenkarte für bis zu zwei weitere Jahre erhalten.

Wir planen den Anschluss von Anfang an mit – die schlechteste Chancenkarte ist die, die nach zwölf Monaten in die Ausreise mündet, weil niemand an Schritt zwei dachte. 

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tes rechtsanwälte steuerberater vertritt bundesweit Unternehmen und Privatpersonen im Verwaltungsrecht – von Gewerbeuntersagung über Business Immigration bis Studienplatzklage. Vorab erhalten Sie eine klare Einschätzung zu Fristen, Chancen und Kostenrisiko.

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Typische Ablehnungsgründe – und wie man sie vermeidet

Die Praxis-Killer:

  • nicht anerkannte Ausbildungen (die Zwei-Jahres-Ausbildung muss im Herkunftsland staatlich anerkannt sein – Zertifikatskurse zählen nicht),
  • Sprachnachweise nicht anerkannter Anbieter oder älter als zwölf Monate,
  • Sperrkonto-Nachweise mit Formfehlern,
  • widersprüchliche Lebensläufe und
  • – zunehmend – Zweifel der Botschaften am ernsthaften Suchzweck.

Nach einer Ablehnung führen zwei Wege weiter: die fristgebundene Klage oder ein neuer, nachgebesserter Antrag; besser ist die Akte, die gar nicht erst Fragen aufwirft.

Und eine Warnung, die wir leider oft aussprechen müssen: „Garantierte Chancenkarten" von Agenturen gibt es nicht – wer Garantien verkauft, verkauft etwas anderes. 

Für Arbeitgeber: der Chancenkarten-Pool als Recruiting-Kanal

Für Unternehmen sind Chancenkarten-Inhaber ein interessanter Pool: bereits im Land, geprüfte Grundqualifikation, hochmotiviert – und mit Probearbeits-Option zum risikoarmen Kennenlernen.

Der Arbeitgeber-Beitrag zum Anschlusstitel: passgenaue Stellenbeschreibung, Gehaltsgestaltung mit Blick auf Titel-Schwellen, zügige Vertragsunterlagen.

Wie das in Ihren Einstellungsprozess passt: Business Immigration.

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Häufige Fragen

Genau deshalb gibt es unseren Punkte-Check: Wir rechnen nach der Rechtslage, nicht nach Werbeversprechen – inklusive der Nachweisfrage, an der Online-Rechner scheitern. Ergebnis: klare Punktzahl plus Liste der akzeptierten Belege.

Ein nachträglicher Familiennachzug zur Chancenkarte ist nicht möglich – die Karte ist auf die suchende Person zugeschnitten. Aber: Ehepartner, die selbst die Voraussetzungen erfüllen, können gemeinsam beantragen und zusammen einreisen; für Kinder ist die gemeinsame Einreise unter Voraussetzungen möglich, vor allem bei gesichertem Lebensunterhalt für die ganze Familie. Erst der Anschlusstitel öffnet den regulären Familiennachzug. Die Familienstrategie gehört deshalb in die Planung – nicht ins Kleingedruckte.

Das hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit ab: Wer visumfrei einreisen durfte – etwa aus den USA, Japan oder Brasilien –, kann die Chancenkarte direkt bei der Ausländerbehörde beantragen. Wer mit Schengen-Visum hier ist, kann das nicht: Der Weg führt über das Visumverfahren im Herkunftsland – die Touristenreise ändert daran nichts, sie kostet nur Zeit. Deshalb unser Rat: Die Chancenkarte plant man VOR der Einreise – nicht erst kurz vor der Abreise. 

Fälle, die für uns sprechen

Anonymisierte Einblicke in reale Mandate — was wir für unsere Mandanten erreicht haben.
Corona Hilfen

Rückforderung der Neustarthilfe erfolgreich abgewehrt

Ein Soloselbständiger sollte 7.500,00 EUR Neustarthilfe zurückzahlen. Wir haben die Rückforderung im Klageverfahren angegriffen – mit Erfolg: Der Bescheid wurde aufgehoben, die Gegenseite übernahm die Kosten des Verfahrens.
7.500,00€
erfolgreich abgewehrt
Forderungsmanagement

91 Inkasso-Mandate für langjährigen Unternehmenskunden

Ein Unternehmenskunde zahlte offene Rechnungen im laufenden Geschäft nicht. Wir haben das Forderungsmanagement seit 2013 langfristig und strukturell übernommen – mit Erfolg: In 91 Fällen wurden insgesamt 442.397,40 EUR rechtlich abgesichert.
442.397,40€
rechtlich abgesichert
Illegales Glücksspiel

Strafbefehl im Online-Glücksspielverfahren abgewehrt

Gegen unseren Mandanten sollte wegen angeblicher Beteiligung am unerlaubten Online-Glücksspiel ein Strafbefehl ergehen. Wir haben den Vorwurf mangels nachweisbaren Vorsatzes angegriffen – mit Erfolg: Das Amtsgericht lehnte den Erlass des Strafbefehls ab, die Staatskasse trägt die Kosten.
Strafbefehl
abgewiesen
Forderungsmanagement

Offene Honorarforderungen

Eine GmbH beglich offene Honorarforderungen aus Dienstleistungen nicht vollständig. Wir haben die Ansprüche gerichtlich durchgesetzt und per Schuldanerkenntnis mit Ratenzahlung gesichert – mit Erfolg: Die Gesamtforderung von 37.786,20 EUR wurde vollumfänglich rechtlich abgesichert.
37.786,20€
gerichtlich eingefordert
Geldwäsche

Vermögensarrest über 15.000 € aufgehoben

Gegen unseren Mandanten wurde wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt; sein Vermögen war in Höhe von 15.000,00 EUR arrestiert. Wir haben Beschwerde eingelegt und den fehlenden Anfangsverdacht dargelegt – mit Erfolg: Das Landgericht Verden hob den Arrestbeschluss vollständig auf, die Kosten trägt die Landeskasse.
15.000,00€
aufgehoben
Illegales Glücksspiel

Freispruch trotz 30 Teilnahmehandlungen

Unserem Mandanten wurden 30 Teilnahmehandlungen am unerlaubten Online-Glücksspiel vorgeworfen. Wir haben die Verteidigung auf die fehlende Kenntnis der Unerlaubtheit gestützt – mit Erfolg: Das Amtsgericht Gießen bejahte den Tatbestand, verneinte aber den Vorsatz und sprach frei. Die Staatskasse trägt die Kosten.
Freispruch
erreicht
Illegales Glücksspiel

Zweiter Freispruch im Glücksspielverfahren

Unsere Mandantin sah sich einem weiteren Strafverfahren wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel ausgesetzt. Wir haben die Verteidigung konsequent auf die fehlende Kenntnis der Erlaubnislage gestützt – mit Erfolg: Das Amtsgericht Wangen im Allgäu sprach frei, die Staatskasse trägt Kosten und Auslagen.
Freispruch
erreicht
Illegales Glücksspiel

Anklage zurückgenommen – Verfahren eingestellt

Gegen unseren Mandanten war wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel bereits Klage erhoben. Wir haben die Staatsanwaltschaft von der fehlenden Nachweisbarkeit des Vorsatzes überzeugt – mit Erfolg: Die Staatsanwaltschaft Duisburg nahm die Klage zurück und stellte das Verfahren ohne Hauptverhandlung ein.
Verfahren
eingestellt
Corona Hilfen

Rückforderung Corona-Soforthilfe abgewehrt

Unser Mandant sollte auf Grundlage eines automatisiert erstellten Schlussbescheids 7.000,00 EUR Corona-Soforthilfe zurückzahlen. Wir haben Klage erhoben und die Rechtswidrigkeit des Bescheids begründet – mit Erfolg: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hob den Bescheid auf, das Land NRW trägt die Kosten.
7.000,00€
erfolgreich abgewehrt
Forderungsmanagement

Vergütungsansprüche gerichtlich durchgesetzt

Ein Auftraggeber unserer Mandantin, eines Performance-Marketing-Unternehmens, stellte die Zahlungen ein und bestritt die erbrachten Leistungen. Wir haben die Vergütungsansprüche vor dem Landgericht Berlin II durchgesetzt – mit Erfolg: Verurteilung zur Zahlung von 15.772,82 EUR nebst Zinsen, die Gegenseite trägt die Kosten.
15.772,82€
gerichtlich durchgesetzt
Forderungsmanagement

Vollstreckbarer Titel binnen sieben Wochen

Unser Mandant hatte bei CHRONEXT eine Rolex bestellt und bezahlt; nach Lieferverzögerungen trat er zurück, die Erstattung von 14.000,00 EUR blieb aus. Wir haben kurz außergerichtlich gemahnt und sofort das Mahnverfahren eingeleitet – mit Erfolg: Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Hagen über 16.188,68 EUR in unter sieben Wochen.
16.188,68€
tituliert
Baurecht

Verbindlicher Mängeltermin binnen vier Tagen

Unser Mandant hatte bei 1KOMMA5° Frankfurt eine Wärmepumpenanlage für 34.275,40 EUR beauftragt; die Anlage heizte nicht ausreichend, eigene Mängelrügen blieben monatelang unbeantwortet. Wir haben Nacherfüllung mit Fristsetzung verlangt – mit Erfolg: Vier Tage später lagen eine Stellungnahme zu jedem Mangel und ein verbindlicher Servicetermin deutlich vor Fristende vor.
Servicetermin
erwirkt
Forderungsmanagement

Vollstreckung über 5,1 Mio. EUR

Für einen Privatmandanten haben wir Ansprüche in Millionenhöhe tituliert und die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner konsequent fortgeführt. Entscheidend ist die taggenaue Zinsverfolgung mit 12 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz auf die Hauptforderung – mit Erfolg: Die titulierte Gesamtposition liegt inzwischen bei über 5,1 Mio. EUR.
über 5,1 Mio.€
vollständig durchgesetzt
Forderungsmanagement

30 Honorarforderungen erfolgreich beigetrieben

Für eine Steuerberatungsgesellschaft übernehmen wir seit drei Jahren das Inkasso offener Honorarforderungen. Wir haben einen festen Ablauf von Zahlungsaufforderung über Mahn- und Klageverfahren bis zur Vollstreckung etabliert – mit Erfolg: Von 30 übernommenen Forderungen wurde in drei Jahren nur eine einzige nicht realisiert.
29 von 30
realisiert
Arbeitsrecht

Dauermandat Arbeitsrecht

Für Unternehmensmandanten begleiten wir arbeitsrechtliche Trennungsprozesse dauerhaft: von Abmahnungen und Kündigungen über Aufhebungsverträge bis zu Kündigungsschutzverfahren. Maßstab ist nicht der maximale Rechtsstandpunkt, sondern die wirtschaftlich beste Lösung – für kalkulierbare Personalmaßnahmen statt Einzelfallüberraschungen.
Dauermandat
wirtschaftlich beste Lösung
Verkehrsrecht

Kürzungen nach Verkehrsunfall zurückgewiesen

Nach einem Verkehrsunfall regulierte der Haftpflichtversicherer nur einen Teil des Schadens und stützte die Kürzungen auf ein externes Prüfgutachten. Wir haben die Abrechnung Position für Position anhand der BGH-Rechtsprechung angegriffen – mit Erfolg: Von 12.872,93 EUR wurden 9.237,18 EUR reguliert, die Restforderung von 3.635,75 EUR wird weiterverfolgt.
9.237,18€
reguliert
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