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Erbrecht & Steuerrecht

Pflichtteil einfordern: Enterbt heißt nicht leer ausgehen – so setzen Sie Ihren Anspruch durch

Kinder oder Ehegatten „erhalten nichts" im Testament? Das funktioniert rechtlich nicht: Ihnen steht der Pflichtteil zu – ein sofort fälliger Geldanspruch, kein Bittgang. Der Schlüssel dazu ist der Auskunftsanspruch, mit dem Sie den Nachlass erst greifbar machen. Höhe, Weg und Taktik im Detail.

Julian Tietze
Rechtsanwalt

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Pflichtteil und Auskunftsanspruch: Was Ihnen wirklich zusteht

Das Testament setzt die neue Ehefrau als Alleinerbin ein, die Kinder „erhalten nichts” – ein Satz, der rechtlich nicht funktioniert: Kinder, Ehegatten und (ohne Kinder) Eltern haben den PFLICHTTEIL, die unentziehbare Mindestbeteiligung von der Hälfte des gesetzlichen Erbteils – als sofort fälligen GELDANSPRUCH gegen die Erben, nicht als Bittstellerei. Was viele Berechtigte unterschätzen: Der Anspruch ist nur so viel wert wie die Kenntnis vom Nachlass – und genau dafür gibt das Gesetz Ihnen ein scharfes Werkzeug: den Auskunftsanspruch. Diese Seite erklärt Höhe, Weg und Taktik; die Schenkungs-Fälle vertieft

Das wichtigste zusammengefasst

Pflichtteil = unentziehbarer Mindestanspruch (Geld) für enterbte Kinder, Ehegatten, ggf. Eltern – Höhe: die Hälfte des gesetzlichen Erbteils

Berechnung: Quote (abhängig von Familien-/Güterstand) × Nachlasswert (Aktiva minus Passiva, Immobilien zum Verkehrswert)

Auskunftsanspruch (§ 2314 BGB): vollständiges, ggf. notarielles Nachlassverzeichnis auf Kosten des Nachlasses – inkl. Schenkungen der letzten Jahre

Durchsetzung: Anwaltsschreiben → Prüfung/Nachforderung → Zahlungsaufforderung → ggf. Stufenklage

Verjährung: 3 Jahre ab Kenntnis von Erbfall und Enterbung (§§ 195, 199 BGB)

Steuer: erbschaftsteuerpflichtig erst bei Geltendmachung, Freibetrag Kinder 400.000 €

Wie hoch ist Ihr Pflichtteil? Die Rechnung in zwei Schritten

Schritt 1 – die QUOTE: die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, der Ihnen ohne Testament zustünde; er hängt von Familienstand und Güterstand ab (Beispiel: Verheirateter Erblasser in Zugewinngemeinschaft, zwei Kinder → gesetzlicher Erbteil je Kind ¼, Pflichtteil je Kind ⅛).

Schritt 2 – der NACHLASSWERT am Todestag: Aktiva (Immobilien zum Verkehrswert!, Konten, Depots, Beteiligungen) minus Passiva (Schulden, Bestattung). Bei einem 800.000-€-Nachlass ist der Achtel-Pflichtteil 100.000 € – Größenordnungen, die konsequentes Vorgehen rechtfertigen. Die häufigsten Rechenfehler der Gegenseite: zu niedrige Immobilienwerte, „vergessene” Konten, überhöhte Nachlassverbindlichkeiten – alle drei greifen wir systematisch an.

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tes rechtsanwälte steuerberater berät bundesweit in Erbrecht und Erbschaftsteuer aus einer Hand – von Pflichtteilsansprüchen über Testamentsgestaltung bis zur steuerlichen Optimierung von Nachlässen. Anwälte und Steuerberater arbeiten dabei im selben Mandat zusammen.

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Der Auskunftsanspruch: Ihr Röntgenblick in den Nachlass (§ 2314 BGB)

Sie müssen dem Erben nichts glauben: § 2314 BGB gibt Ihnen Anspruch auf ein VOLLSTÄNDIGES Nachlassverzeichnis – auf Verlangen als NOTARIELLES Verzeichnis, bei dem der Notar selbst ermittelt (Kontoabfragen, Grundbuch, Nachfragen) statt nur Angaben zu beurkunden; dazu Wertermittlung durch Sachverständige auf NACHLASSKOSTEN (das Immobiliengutachten zahlt nicht Sie!) und die Erstreckung auf Schenkungen der letzten Jahre. Taktisch ist die Auskunftsstufe Gold: Lückenhafte oder verweigerte Verzeichnisse erzwingen wir per Stufenklage – Auskunft, eidesstattliche Versicherung, Zahlung in einem Verfahren. Wer hier professionell auftritt, bekommt meist schon außergerichtlich ehrliche Zahlen.

Durchsetzung: vom Anwaltsschreiben bis zur Zahlung

Der bewährte Ablauf:

(1) anwaltliche Geltendmachung mit Auskunftsverlangen und Fristsetzung – sie hemmt nichts, setzt aber Verzugszinsen in Gang und zeigt Ernst;

(2) Prüfung des Verzeichnisses, Nachforderungen, Wertermittlung;

(3) bezifferte Zahlungsaufforderung;

(4) bei Mauern: Stufenklage oder direkte Zahlungsklage. Parallel die Sicherungsfragen: Ist der Erbe leistungsfähig (Nachlassimmobilie als Haftungsmasse!), drohen Verschiebungen, ist der Anspruch zu sichern? Und die Verhandlungsrealität: Viele Fälle enden im Vergleich – gegen Einmalzahlung, Raten oder Übertragung von Nachlassgegenständen; verhandelt wird am besten mit prozessfertiger Akte. Zur Erbenseite derselben Front: → /erbrecht/pflichtteil-abwehren/ (Konfliktprüfung selbstverständlich).

Die Steuer-Dimension: Pflichtteil und Finanzamt

Auch der Pflichtteil ist erbschaftsteuerpflichtig – aber erst mit GELTENDMACHUNG (§ 3 Abs. 1 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 lit. b ErbStG), was Gestaltungsspielräume eröffnet (Zeitpunkt, Teilgeltendmachung, Abfindungsvereinbarungen); Freibeträge (Kinder 400.000 €) fangen viel ab, und die Erklärungspflichten laufen mit Fristen. Diese Ebene übernimmt bei uns tes tax im selben Fall – inklusive der Frage, wie sich Vergleiche steuerlich am günstigsten strukturieren. Erbschaftsteuer im Detail

Vergütung: warum wir im Erbrecht nach Stundenhonorar arbeiten

Erbstreitigkeiten sind komplex und dauern oft Jahre – mit Wendungen, die am Anfang niemand seriös bepreisen kann: Neue Testamente tauchen auf, Auskünfte müssen erzwungen werden, Immobilien werden bewertet, Vergleichsverhandlungen ziehen sich über Instanzen. Pauschalpreise wären hier entweder unseriös kalkuliert oder mit verstecktem Puffer belegt. Wir arbeiten deshalb nach transparentem Stundenhonorar: klarer Stundensatz vor Mandatierung in der Vergütungsvereinbarung, spezifizierte Leistungsaufstellung mit jeder Abrechnung, regelmäßige Zwischenstände zu Kosten und Nutzen – und die ehrliche Empfehlung zum Vergleich, wenn Weiterstreiten wirtschaftlich keinen Sinn ergibt. Der Einstieg bleibt kalkulierbar: In der Erstberatung zum Fixpreis (Stand Juli 2026: 249,90 €) – mündlich per Telefon oder Microsoft Teams – klären wir Ihre Position, Ihre Fristen und ob sich ein Mandat für Sie wirtschaftlich rechnet. Bei Nachlässen mit Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen geht es regelmäßig um sechs- bis siebenstellige Werte – gemessen daran ist anwaltliche Vertretung nach Stundenaufwand kein Kostenrisiko, sondern Werterhalt.

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Häufige Fragen

Dann kostet ihn das notarielle Nachlassverzeichnis nichts zu beweisen – verlangen wir es, zeigt sich die Wahrheit: Kontenabfragen und Grundbuch lügen nicht. „Da ist nichts” ohne Verzeichnis ist eine Behauptung, kein Ergebnis.

Nein – Kontaktabbruch entzieht den Pflichtteil nicht; die Entziehungsgründe des § 2333 BGB sind extrem eng (schwere Straftaten gegen den Erblasser). Enterbung im Testament ändert die Quote nicht – sie löst sie gerade aus.

Ja – der Zusatzpflichtteil gleicht auf, was Ihr Zugewandtes unter der Pflichtteilsquote liegt (§ 2305 BGB), und bei belastetem Erbe gibt es Taktiken zwischen Annahme und Ausschlagung (§ 2306 BGB). Genau diese Weichen stellt die Ersteinschätzung.

Fälle, die für uns sprechen

Anonymisierte Einblicke in reale Mandate — was wir für unsere Mandanten erreicht haben.
Corona Hilfen

Rückforderung der Neustarthilfe erfolgreich abgewehrt

Ein Soloselbständiger sollte 7.500,00 EUR Neustarthilfe zurückzahlen. Wir haben die Rückforderung im Klageverfahren angegriffen – mit Erfolg: Der Bescheid wurde aufgehoben, die Gegenseite übernahm die Kosten des Verfahrens.
7.500,00€
erfolgreich abgewehrt
Forderungsmanagement

91 Inkasso-Mandate für langjährigen Unternehmenskunden

Ein Unternehmenskunde zahlte offene Rechnungen im laufenden Geschäft nicht. Wir haben das Forderungsmanagement seit 2013 langfristig und strukturell übernommen – mit Erfolg: In 91 Fällen wurden insgesamt 442.397,40 EUR rechtlich abgesichert.
442.397,40€
rechtlich abgesichert
Illegales Glücksspiel

Strafbefehl im Online-Glücksspielverfahren abgewehrt

Gegen unseren Mandanten sollte wegen angeblicher Beteiligung am unerlaubten Online-Glücksspiel ein Strafbefehl ergehen. Wir haben den Vorwurf mangels nachweisbaren Vorsatzes angegriffen – mit Erfolg: Das Amtsgericht lehnte den Erlass des Strafbefehls ab, die Staatskasse trägt die Kosten.
Strafbefehl
abgewiesen
Forderungsmanagement

Offene Honorarforderungen

Eine GmbH beglich offene Honorarforderungen aus Dienstleistungen nicht vollständig. Wir haben die Ansprüche gerichtlich durchgesetzt und per Schuldanerkenntnis mit Ratenzahlung gesichert – mit Erfolg: Die Gesamtforderung von 37.786,20 EUR wurde vollumfänglich rechtlich abgesichert.
37.786,20€
gerichtlich eingefordert
Geldwäsche

Vermögensarrest über 15.000 € aufgehoben

Gegen unseren Mandanten wurde wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt; sein Vermögen war in Höhe von 15.000,00 EUR arrestiert. Wir haben Beschwerde eingelegt und den fehlenden Anfangsverdacht dargelegt – mit Erfolg: Das Landgericht Verden hob den Arrestbeschluss vollständig auf, die Kosten trägt die Landeskasse.
15.000,00€
aufgehoben
Illegales Glücksspiel

Freispruch trotz 30 Teilnahmehandlungen

Unserem Mandanten wurden 30 Teilnahmehandlungen am unerlaubten Online-Glücksspiel vorgeworfen. Wir haben die Verteidigung auf die fehlende Kenntnis der Unerlaubtheit gestützt – mit Erfolg: Das Amtsgericht Gießen bejahte den Tatbestand, verneinte aber den Vorsatz und sprach frei. Die Staatskasse trägt die Kosten.
Freispruch
erreicht
Illegales Glücksspiel

Zweiter Freispruch im Glücksspielverfahren

Unsere Mandantin sah sich einem weiteren Strafverfahren wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel ausgesetzt. Wir haben die Verteidigung konsequent auf die fehlende Kenntnis der Erlaubnislage gestützt – mit Erfolg: Das Amtsgericht Wangen im Allgäu sprach frei, die Staatskasse trägt Kosten und Auslagen.
Freispruch
erreicht
Illegales Glücksspiel

Anklage zurückgenommen – Verfahren eingestellt

Gegen unseren Mandanten war wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel bereits Klage erhoben. Wir haben die Staatsanwaltschaft von der fehlenden Nachweisbarkeit des Vorsatzes überzeugt – mit Erfolg: Die Staatsanwaltschaft Duisburg nahm die Klage zurück und stellte das Verfahren ohne Hauptverhandlung ein.
Verfahren
eingestellt
Corona Hilfen

Rückforderung Corona-Soforthilfe abgewehrt

Unser Mandant sollte auf Grundlage eines automatisiert erstellten Schlussbescheids 7.000,00 EUR Corona-Soforthilfe zurückzahlen. Wir haben Klage erhoben und die Rechtswidrigkeit des Bescheids begründet – mit Erfolg: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hob den Bescheid auf, das Land NRW trägt die Kosten.
7.000,00€
erfolgreich abgewehrt
Forderungsmanagement

Vergütungsansprüche gerichtlich durchgesetzt

Ein Auftraggeber unserer Mandantin, eines Performance-Marketing-Unternehmens, stellte die Zahlungen ein und bestritt die erbrachten Leistungen. Wir haben die Vergütungsansprüche vor dem Landgericht Berlin II durchgesetzt – mit Erfolg: Verurteilung zur Zahlung von 15.772,82 EUR nebst Zinsen, die Gegenseite trägt die Kosten.
15.772,82€
gerichtlich durchgesetzt
Forderungsmanagement

Vollstreckbarer Titel binnen sieben Wochen

Unser Mandant hatte bei CHRONEXT eine Rolex bestellt und bezahlt; nach Lieferverzögerungen trat er zurück, die Erstattung von 14.000,00 EUR blieb aus. Wir haben kurz außergerichtlich gemahnt und sofort das Mahnverfahren eingeleitet – mit Erfolg: Vollstreckungsbescheid des Amtsgerichts Hagen über 16.188,68 EUR in unter sieben Wochen.
16.188,68€
tituliert
Baurecht

Verbindlicher Mängeltermin binnen vier Tagen

Unser Mandant hatte bei 1KOMMA5° Frankfurt eine Wärmepumpenanlage für 34.275,40 EUR beauftragt; die Anlage heizte nicht ausreichend, eigene Mängelrügen blieben monatelang unbeantwortet. Wir haben Nacherfüllung mit Fristsetzung verlangt – mit Erfolg: Vier Tage später lagen eine Stellungnahme zu jedem Mangel und ein verbindlicher Servicetermin deutlich vor Fristende vor.
Servicetermin
erwirkt
Forderungsmanagement

Vollstreckung über 5,1 Mio. EUR

Für einen Privatmandanten haben wir Ansprüche in Millionenhöhe tituliert und die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner konsequent fortgeführt. Entscheidend ist die taggenaue Zinsverfolgung mit 12 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz auf die Hauptforderung – mit Erfolg: Die titulierte Gesamtposition liegt inzwischen bei über 5,1 Mio. EUR.
über 5,1 Mio.€
vollständig durchgesetzt
Forderungsmanagement

30 Honorarforderungen erfolgreich beigetrieben

Für eine Steuerberatungsgesellschaft übernehmen wir seit drei Jahren das Inkasso offener Honorarforderungen. Wir haben einen festen Ablauf von Zahlungsaufforderung über Mahn- und Klageverfahren bis zur Vollstreckung etabliert – mit Erfolg: Von 30 übernommenen Forderungen wurde in drei Jahren nur eine einzige nicht realisiert.
29 von 30
realisiert
Arbeitsrecht

Dauermandat Arbeitsrecht

Für Unternehmensmandanten begleiten wir arbeitsrechtliche Trennungsprozesse dauerhaft: von Abmahnungen und Kündigungen über Aufhebungsverträge bis zu Kündigungsschutzverfahren. Maßstab ist nicht der maximale Rechtsstandpunkt, sondern die wirtschaftlich beste Lösung – für kalkulierbare Personalmaßnahmen statt Einzelfallüberraschungen.
Dauermandat
wirtschaftlich beste Lösung
Verkehrsrecht

Kürzungen nach Verkehrsunfall zurückgewiesen

Nach einem Verkehrsunfall regulierte der Haftpflichtversicherer nur einen Teil des Schadens und stützte die Kürzungen auf ein externes Prüfgutachten. Wir haben die Abrechnung Position für Position anhand der BGH-Rechtsprechung angegriffen – mit Erfolg: Von 12.872,93 EUR wurden 9.237,18 EUR reguliert, die Restforderung von 3.635,75 EUR wird weiterverfolgt.
9.237,18€
reguliert
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